GEMEINSAM LEBEN UND LERNEN

Veröffentlicht am 16. Mai 2023 um 20:59

Unsere Zukunft darf nicht an die Wand gefahren werden.
WIR WARTEN NICHT AUF NEUWAHLEN – WIR GEHEN HEUTE AUF DIE STRASSE!
Aufruf für den Aktionstag Bildung, 15.06.23

Megaphon mit Ankündigung des Aktionstages Bildung

Bildung kostet. Ein kaputtes Schulsystem kostet. Die Budgetpolitik der Regierung unterstützt nicht nur in Krisenzeiten „systemrelevante“ Banken, Unternehmen, Besitz mit Milliarden von Steuergeldern, während bei der für Zusammenhalt und Zukunft unserer Gesellschaft entscheidenden Bereichen Bildung, Gesundheit, Klima und sozialer Wohlfahrt gespart wird und die Bewältigung der Krise den dort Beschäftigten zugemutet wird und allen Menschen, die auf öffentliche Dienste angewiesen sind. Diese unsoziale Budgetpolitik wollen wir nicht länger hinnehmen.

Bildung ist ein Menschenrecht. Kindern werden immer noch, nach sozialem Status und Einkommen der Herkunftsfamilien, schlechte oder gute und sehr gute Bildungschancen zugewiesen. Ausleseverfahren und permanenter Notendruck zerstören den sozialen Zusammenhalt und gemeinsame Freud´ am Lernen. Die lebendige Gemeinschaft aller Kinder und Menschen wird verlernt, Konkurrenz und Angst vor Noten und der Schule sind kein menschenfreundliches Bildungsziel. Fehlende Bildungschancen

WIR FORDERN VON DEN VOLKSVERTRETER:INNEN ALLER PARTEIEN EINEN BEITRAG FÜR EINE DEMOKRATISCHE, SOZIALE UND INKLUSIVE BILDUNGSREFORM, FÜR ALLE UND OHNE AUSGRENZUNG: KINDERGARTEN UND PFLICHTSCHULE, BERUFLICHE UND ALLGEMEINE WEITERBILDUNG, ERWACHSENENBILDUNG UND FORTBILDUNG, KULTURELLE UND POLITISCHE TEILHABE FÜR ALLE – DAZU EINE AM KINDESWOHL UND GESELLSCHAFTLICHEN ZUSAMMENHALT ORIENTIERTE VERFASSUNGSREFORM, OHNE PARTEIPOLITISCHE MACHTSPIEL (d.h. Bundeseinheitliche Gesetze und Zuständigkeiten, Bund als Dienstgeber des pädagogischen und Verwaltungspersonals, Gemeinden als Schulerhalter, Finanzierung aus dem Bundesbudget)

Bildung in Österreich ist Teil der tiefen gesellschaftlichen Krise. Die seit Corona offenkundige Bildungskrise schadet dem gesellschaftlichen Zusammenhalt, löst keine Zukunftsfragen und verhindert eine gute Bildung für alle, behindert lebendige Solidarität und Nächstenliebe. Bei Kindergarten, Schulen, Universitäten, Erwachsenenbildung und Kulturinitiativen wird gespart und herumgedoktert, und alles bleibt beim Alten. Die Bundesregierung und eine Mehrheit der Abgeordneten verkennen immer noch Ursachen und Folgen der sozialen, ökologischen und weltpolitischen Krisen.

Bildung in Österreich ist Teil der tiefen gesellschaftlichen Krise. Die Bildungskrise verstärkt die gesellschaftliche Spaltung in Arme und Reiche, Vermögende und Unvermögende, Hiesige und Fremde, Menschen aus Europa und Menschen aus Afrika, Asien oder Südamerika Gesunde und Kranke, Fleißige und Arbeitslose …

Bildung in Österreich ist Teil der tiefen gesellschaftlichen Krise. Das kostet jungen Menschen Bildungs-/Lebenschancen und überfordert das von Einsparungen ausgedünnte pädagogische, wissenschaftliche und Verwaltungspersonal. Notendruck, Schularbeiten, Tests, Prüfungen, Aufsteigen oder Sitzenbleiben überfordern Kinder, stressen Eltern und verschlechtern nachhaltig Lehr- und Lernbedingungen. Lehrer:innen, Zweitlehrer:innen für individualiserte Förderung, Lernbegleiter:innen für inklusiven Unterricht, Sozialpädagog:innen fehlen. Schulleitungen bekommen zu wenig Personal, Stundenkontingente werden gekürzt. Den Lehrer:innen werden Schuljahr für Schuljahr pädagogische Freiräume weggespart, Zweitlehrer:innen, Zusatzangebote und Klassenteilungen werden gestrichen, Überstunden, Krankmeldungen, Überbelastung bis zum Burnout sind alltäglich geworden. Ministerium und Landesschulbehörden ignorieren die Misere, setzen auf moralische Appelle und ordnen weitere Zusatzaufgaben, statistische Erhebungen und standardisierte Tests an.

Bildung ist eine demokratische öffentliche Aufgabe, die einen Neustart braucht. Wir wollen Kindergarten und Schule zu sicheren Orten für Kinder und Jugendliche machen., insbesondere in gesellschaftlichen Krisenzeiten: Gemeinsames Lernen ohne Angst, neugieriges Fragen, Ausprobieren, Pause machen und Feste feiern braucht Schulsystem von Gestern, der auf wirtschaftliche Effizienz und Verwertbarkeit fixierten Bildungs- und Budgetpolitik für alle Kinder und Jugendlichen, für ihre Mütter und Väter und ihre Lehrer:innen und der braucht Bewegung, breite Aufmerksamkeit und bildungsbewegte Poltiker:innen.

WIR FORDERN VON DEN VOLKSVERTRETER:INNEN ALLER PARTEIEN EINEN BEITRAG FÜR EINE DEMOKRATISCHE, SOZIALE UND INKLUSIVE BILDUNGSREFORM, FÜR ALLE UND OHNE AUSGRENZUNG: KINDERGARTEN UND PFLICHTSCHULE, BERUFLICHE UND ALLGEMEINE WEITERBILDUNG, ERWACHSENENBILDUNG UND FORTBILDUNG, KULTURELLE UND POLITISCHE TEILHABE FÜR ALLE – DAZU EINE AM KINDESWOHL UND GESELLSCHAFTLICHEN ZUSAMMENHALT ORIENTIERTE VERFASSUNGSREFORM, OHNE PARTEIPOLITISCHE MACHTSPIEL (d.h. Bundeseinheitliche Gesetze und Zuständigkeiten, Bund als Dienstgeber des pädagogischen und Verwaltungspersonals, Gemeinden als Schulerhalter, Finanzierung aus dem Bundesbudget)

 

Reinhart Sellner

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